Methylsulfonylmethan – Schwefel in der Sporternährung

Methylsulfonylmethan, kurz MSM, ist eine schwefelhaltige, organische Verbindung. Schwefel wird eher selten erwähnt, wenn es um wichtige Mineralstoffe geht. Dennoch erfüllt er zahlreiche, essenzielle Aufgaben im menschlichen Körper. Etwa 0,2% unseres Körpers entfallen auf das Element. Zeit also, ein wenig mehr über Schwefel und Methylsulfonylmethan zu erfahren.

Schwefel im menschlichen Körper

Schwefel braucht Dein Körper zum Aufbau der beiden Aminosäuren Cystein und Methionin. Zudem spielen die Disulfidbrücken von Schwefel eine wichtige Rolle. Diese Brücken entstehen, wenn sich zwei Aminosäuremoleküle über ihre Schwefelatome miteinander verbinden. Disulfidbrücken bilden eine besonders starke Verbindung der Moleküle und machen so Proteine mit einer dreidimensionalen Struktur in der sogenannten Proteinfaltung möglich.

Über die Proteine und Aminosäuren ist Schwefel an vielen essenziellen Vorgängen im Körper beteiligt. So trägt es etwa zu folgendem bei:

  •     Aufbau und Reparatur von Zellen und Geweben
  •     Aufbau der festen Strukturen von Haut, Haaren und Bindegewebe
  •     Unterstützung des Immunsystems
  •     Herstellung von Hormonen und Enzymen

Einen empfohlenen Bedarf der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es für Schwefel allerdings nicht.

Schwefelreiche Nahrungsmittel in der gesunden Ernährung

Schwefel kommt in vielen Lebensmitteln vor. Ein Schwefelmangel ist daher eher selten. Besonders schwefelreich sind:

  •     Eier
  •     Fisch
  •     Fleisch
  •     Milch
  •     Nüsse

Was ist Methylsulfonylmethan?

Methylsulfonylmethan, auch Dimethylsulfon genannt, ist in seiner Reinform ein weißes, kristallines Pulver mit leicht bitterem Geschmack. Die Moleküle enthalten ein Schwefelatom, das aus der Verbindung gelöst und als Baustoff im Körper verwendet wird. Methylsulfonylmethan kommt in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor.

Methylsulfonylmethan in der Sporternährung – Ein Disput

Der Nutzen von Methylsulfonylmethan als Supplement wird immer wieder heftig diskutiert. Auf der einen Seite steht das Lager, nach dem Schwefelmangel nicht eintreten kann. Das Element sei in so vielen Lebensmitteln vorhanden, dass eine Unterversorgung mit Schwefel nicht möglich ist. Auf der anderen Seite steht das Lager, das Studien über die positiven Wirkungen einer Methylsulfonylmethansupplementierung anführt. Auch Mediziner wie Dr. Douwes vom Leipziger Universitätskrankenhaus St. Georg sprechen sich für Methylsulfonylmethan und seine positiven Wirkungen aus.

Für Sportler interessant sind vor allem die positiven Wirkungen auf Gelenke, Bindegewebe und Bänder. Diese werden im Training oft stark beansprucht. Ebenfalls positiv für Dein Training ist die unterstützende Wirkung auf das Immunsystem und auf den Wiederaufbau von Geweben.

Ein Vorteil von MSM gegenüber anderen Mineralsupplementen ist, dass es nicht überdosiert werden kann. Es wird auch in höheren Dosierungen nicht toxisch. Du musst bei der Supplementierung von Schwefel also keine Nebenwirkungen aufgrund einer Überdosierung befürchten. Der Stoff wird in der Leber verarbeitet. Abfallprodukte scheidet Dein Körper über den Urin wieder aus. Erhält der Körper mehr Schwefel, als er braucht, wird dieser einfach wieder ausgeschieden.

Methylsulfonylmethan kommt auch in natürlichen Lebensmitteln vor. Es ist also trotz seines sehr chemisch anmutenden Namens nicht künstlich. Besonders viel MSM enthalten beispielsweise Tomaten, Kaffee und Kuhmilch.

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